Leitbild & Agogisches Konzept zum Lernverständnis und zur didaktischen Ausrichtung
Yoga Veda Ausbildungen verbindet uraltes yogisches Wissen mit moderner Pädagogik – unser Leitbild ist geprägt von Achtsamkeit, ganzheitlicher Entwicklung und der Leidenschaft, Menschen auf ihrem Weg zu innerer Klarheit und authentischem Leben zu begleiten.
Das Leitbild richtet sich an die Öffentlichkeit und dient als wichtiges Instrument zur Imagebildung. Es soll die strategische Mission und die Grundwerte von YOGA VEDA AUSBILDUNGEN wiedergeben (Lombriser & Abplanalp, 2015, S. 252).
Unser Unternehmensleitbild
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN steht für die fundierte Vermittlung der körperlichen, geistigen und spirituellen Aspekte des Yoga. Dabei stützen wir uns auf die dem Yoga zugrundeliegenden vedischen Schriften. Ein grosses Ziel unserer Aus- und Weiterbildungen ist es, unsere Schüler:innen ihr volles Potential entdecken und entfalten zu lassen über den Weg der Selbsterkenntnis, spirituellen Entwicklung und der von uns dafür entwickelten Lehrkonzepte.
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN will das umfassende Wissen und die über Jahrtausende bewährten Techniken des Yoga zum Wohle der Menschen anbieten und damit einen Beitrag für die Weiterentwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft zu leisten.
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN sieht sich dabei als Mittler, der die positiven Wirkungen des Yoga herauskristallisieren und für den westlichen Menschen aufbereiten möchte, sodass Yoga als Weg für den mitten im Leben Stehenden begangen werden kann.
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN will auf diese Weise zur Förderung und Qualitätssicherung des Yogaangebots in der Schweiz beitragen. Das vorrangige Ziel dabei ist, dass die Teilnehmer:innen die gelernten Methoden und Inhalte erfolgreich in innovative Angebote für Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen umsetzen können.
Unser Leitbild
- Das geistige, seelische und körperliche Wohl des Kunden steht im Vordergrund
- Wir schaffen keine Abhängigkeiten untereinander und auch nicht gegenüber unseren Kunden
- Wir handeln und kommunizieren stets zum Wohl des höheren Selbst unserer Student:innen
- Wir arbeiten professionell und transparent.
- Wir stehen im aktiven Austausch mit den führenden Berufsverbänden
- Wir kommunizieren auf gleicher Ebene ohne uns als Autorität darzustellen
- Wir zeigen Offenheit gegenüber neuen Strömungen und überprüfen und hinterfragen deren Inhalt
- Wir sind wertungsfrei und frei von irgendwelchen religiösen Hintergründen, sind aber an spirituellen Themen interessiert und vermitteln deren Inhalte angemessen nach Aussen
- Wir pflegen einen offenen und ehrlichen Umgang untereinander und gegenüber den Kunden
- Unsere Kommunikationsmittel sind ökologisch
Yoga-Wege
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN lehrt einen Weg der Integration unterschiedlicher Yoga-Wege, welche alle einem Ziel dienen – uns selbst zu erkennen und unser innerstes Potential erfolgreich im Leben zum Ausdruck zu bringen. Dabei integrieren wir in gegenseitig befruchtender Weise die unterschiedlichen Yoga-Wege.
Thematisch widmen wir uns folgenden Schwerpunktbereichen:
- Grundlagen und Philosophie des Yoga
- Selbststudium und Persönlichkeitsentfaltung
- Weiterbildungen im Yoga und Ayurveda sowie themenverwandten Bereichen
Soziales Engagement
Karma Yoga – als einen der grossen Yoga-Wege – auch in der Praxis zu leben ist sehr wichtig für uns. Deshalb geben wir einen Teil unseres Gewinns wieder an die Gesellschaft zurück. Mit unserem Stipendientopf unterstützen wir Studen:innen, die über kein bzw. ein sehr geringes Einkommen verfügen. Interessierte können sich bei uns über die Teilnahmebedingungen informieren und senden uns die entsprechenden Bewerbungsunterlagen.
YOGA VEDA AUSBILDUNGEN bekennt sich zu einem Yoga-Weg, der auch in der Praxis stattfindet und sich in sozialem Wandel ausdrückt. Viele der grossen Yogis im Laufe der Geschichte haben sich aktiv und mit hohem Engagement für die gesellschaftliche Weiterentwicklung eingesetzt. YOGA VEDA AUSBILDUNGEN sieht sich als Teil dieser Tradition, die gesellschaftlichen Wandel als den äußeren Ausdruck der inneren Veränderungen im Menschen erkennt.
Sozialer Wandel ist ein kollektives Phänomen. So wie Veränderungen in unseren persönlichen Überzeugungen zu Änderungen in unserem Verhalten führen, ziehen Veränderungen in unseren kulturellen Überzeugungen Veränderungen in unserem sozialen Verhalten nach sich. Dabei gehen persönliche Veränderungen immer dem kulturellen Wandel voraus und kultureller Wandel ist das Mass, um die Evolution des Bewusstseins von Gruppen von Menschen bzw. der Menschheit als Ganzes zu verfolgen.
Um sozialen Wandel zu fördern, unterstützt YOGA VEDA AUSBILDUNGEN Initiativen, die Inspiration im Innen und Außen fördern und konkret und nachhaltig die Lebensbedingungen von benachteiligten Menschen verbessern. Derzeit unterstützen wir folgende beiden Initiativen:
Yoga for all
Netzwerk und Unterstützung für ehrenamtliches Yoga
Caritas Luzern
Gratis Yoga für Migrantinnen im Yogastudio Luzern - Kulturlegi Yoga zum halben Preis
LU-Spirit
Gratis-Meditationswoche mit anderen Traditionen aus dem Buddhismus, Christentum etc.
Stipendien
Mit unserem Stipendientopf wollen wir speziell junge Menschen unterstützen, die ihre Berufung im Praktizieren, Weitergeben und Lehren von Yoga sehen und auf diese Weise die Welt zu einem besseren Ort machen wollen. Wir wollen damit jenen Menschen eine Hilfe bieten, eine Yogalehrerausbildung zu absolvieren, welche nicht über die finanziellen Mittel verfügen, sich eine solche aus eigenen Kräften ermöglichen zu können.
Unser Stipendientopf übernimmt einen Teil der Ausbildungskosten der 200 Stunden- Grundlagenausbildung oder der 300 Stunden-Aufbauausbildung, je nach Budget nach Absprache zwischen den Co-Leitenden.
Interessierte bewerben sich per Mail vor Beginn der entsprechenden Ausbildung und erhalten zeitnah Bescheid, ob und in welcher Höhe ihnen ein Stipendium zuerkannt wird.
Der Wettbewerb ist offen für alle Bewerber unabhängig von Geschlecht, Nationalität, sozialem Status, Bildung oder Konfession.
Agogisches Konzept-Erwachsenenbildung
Das agogische Konzept basiert auf einem konstruktivistischen Lernverständnis, welches eingangs kurz umrissen wird, da es als leitendes Paradigma wesentliche Rahmenbedingungen für das kompetenzorientierte Lehren und Lernen schafft. Basierend darauf wird der Kompetenzen-Ressourcen-Ansatz beleuchtet, um schliesslich aufzuzeigen, wie die Umsetzung des kompetenzorientierten Lehrens konkret erfolgt.
Konstruktivistisches Lernverständnis
Die Yoga-Ausbildungen von YOGA VEDA AUSBILDUNGEN gehen von einem konstruktivistischen Lernverständnis aus. Lernen aus konstruktivistischer Sicht impliziert, dass Lernende ihr Lernen selbst und in eigener Verantwortung (neu) erfinden (vgl. Neubert, Reich & Voss, 2001, Lernen als konstruktiver Prozess, In: Hug, T. (Hrsg.). Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, S. 260). Lernen ist unter dieser Prämisse ein aktiver Prozess, der sich durch die Lernenden selbst vollzieht. Lernen meint folglich aktives Konstruieren von Wissen. Dabei werden Erfahrungen mit früheren Erfahrungen in Beziehung gesetzt. Daraus wird ein vorläufiges Wissen konstruiert, welches in neuen Situationen wieder erprobt und erweitert wird.
Lernen basiert in diesem Verständnis auf Erfahrung und kann als eigenständiger und selbstgesteuerter Prozess verstanden werden. Dabei sind Lernende jedoch nicht vollkommen frei in der Konstruktion ihrer Wirklichkeiten, sondern massgeblich beeinflusst insbesondere durch den kulturellen Kontext wie auch durch Prozesse der Sozialisierung, z.B. im Rahmen einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung. Lernen als Konstruktion meint den Prozess des Konstruierens einer je individuellen Sichtweise, der sich in Interaktionen vollzieht (vgl. Neubert et al.). In diesem Verständnis hat die Selbstreflexion eine zentrale Bedeutung, da es immer auch darum geht, die eigenen Konstruktionen kritisch zu reflektieren und in Bezug zu setzen, z.B. zum kulturellen Kontext oder zu fachlichen Grundlagen. Die grundsätzliche Bereitschaft immer wieder auch "dekonstruktiv" resp. selbstreflexiv auf die eigenen, vermeintlichen Selbstverständlichkeiten und Gewissheiten der eigenen Wirklichkeitskonstruktionen zu schauen, gehört nach Neubert et al. (vgl. ebd., S. 262) zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein Lernen als konstruktiver Prozess.
Basierend auf diesem konstruktivistischen Verständnis entwickelt der Mensch über die Jahre hinweg subjektive Theorien, welche das (professionelle) Handeln massgeblich prägen, indem sie Handlungen steuern. Diese Theorien entstehen biografisch und sind daher sehr stabil. Diese Theorien erweisen sich nach Wahl (vgl. 2005, Lernumgebungen erfolgreich gestalten, S. 11f.) als weitgehend resistent gegenüber Veränderungsbemühungen u.a. in der Aus- und Weiterbildung. Damit neues Wissen tatsächlich in Handlungen zum Tragen kommen kann, braucht es eine spezifische Lernumgebung, die anhand von zwei Kernprozessen veranschaulicht werden kann (vgl. ebd.).
- Subjektive Theorien werden durch vielfältige Formen des Bewusstmachens, des Problematisierens und der Konfrontation auf einer Metaebene bearbeitbar (z.B. durch Selbstreflexion, Selbstbeobachtung, Perspektivenwechsel, Intervision oder Coaching).
- Neues, wissenschaftliches Wissen, Methoden und Fertigkeiten werden in Bezug gesetzt zu den subjektiven handlungsleitenden Theorien, so dass subjektive Theorien verändert werden können.
Kompetenzen-Ressourcen-Modell
Die Haupt-Ausbildungen von YOGA VEDA AUSBILDUNGEN basieren auf dem Kompetenzen-Ressourcen-Modell (KoRe-Modell), welches sich an beruflichen Handlungskompetenzen orientiert (vgl. SBFI 2020, Handlungskompetenzorientierung). Das SBFI (ebd.) verwendet folgende Definition: "Handlungskompetent ist, wer berufliche Aufgaben und Tätigkeiten eigeninitiativ, zielorientiert, fachgerecht und flexibel ausführt." Ziel ist es, die Lernenden zu befähigen, berufliche Situationen erfolgreich zu meistern.
Das Spezifische am KoRe-Modell besteht darin, dass Handlungskompetenzen durch den Einsatz von Ressourcen aufgebaut werden. Ressourcen können umschrieben werden als Kenntnisse, Fertigkeiten und Haltungen. "Kenntnisse" meint theoretisches resp. Faktenwissen, "Fertigkeiten" umfasst motorische, sensorische, technische, kognitive resp. methodische Fertigkeiten und Abläufe und "Haltungen" bezieht sich auf Einstellungen, Werte, Gefühle und Überzeugungen (vgl. OdA KT, 2015, Begriffe aus dem Bildungssektor).
Die Verbindung von Handlungskompetenz und Ressourcen wird von Le Boterf in seiner Definition von Kompetenz sehr treffend auf den Punkt gebracht: In seinem Verständnis meint Kompetenz die erfolgreiche Bewältigung einer Situation durch das Mobilisieren geeigneter Ressourcen (Le Boterf, 2000, Construire les compétences individuelles et collectives). Berufliche Situationen sind in der Regel komplex und bedingen das Mobilisieren verschiedener Ressourcen, welche situativ ineinander spielen. Kompetenz ist daher nicht einfach die Ansammlung von Ressourcen, sondern meint deren Kombination in einer konkreten Situation.
Um sicher zu stellen, dass in den Yogalehrer:innen-Ausbildungen diejenigen Ressourcen vermittelt werden, welche zu einer sachgemässen Kompetenzentwicklung führen, wurde für die vorliegenden Haupt-Ausbildungen der Ressourcenkatalog wie folgt entwickelt: Eine Arbeitsgruppe bestehend aus fünf Personen aus den Bereichen, Yogaunterricht, Pädagogik, Yogatherapie und Qualitätsmanagement hat im Rahmen eines Workshops die Ressourcen basierend auf den Kompetenzbeschreibungen im Berufsbild der OdA KT heraus gearbeitet und aufgelistet. In einem weiteren Schritt wurde sichergestellt, dass alle wesentlichen Ressourcen im Ressourcen-Katalog (Ressourcenkatalog-Stufen-I-III)) von YOGA VEDA AUSBILDUNGEN abgebildet sind.
Basierend auf dem Paradigma eines konstruktivistischen Bildungsverständnisses und dem Kompetenzen-Ressourcen-Modell geht es im Folgenden um die Frage, wie die Teilnehmenden berufliche Handlungskompetenzen entwickeln und wie die Entwicklung der Kompetenzen in der Ausbildung gesteuert wird.
Kompetenzentwicklung
Die Umsetzung des KoRe-Modells und damit verbunden die Entwicklung von beruflichen Handlungskompetenzen wird im Folgenden beschrieben anhand der Themen Reflexion und methodisch-didaktische Prämissen.
Reflexion von Werten und Handlungen basierend auf beruflichen Situationen
Eine wichtige Konsequenz des konstruktivistischen Verständnisses besteht darin, dass sich die Lernenden selbst als massgebliche Konstrukteure von Wirklichkeiten bewusst erleben können müssen. Das heisst, dass Lernenden immer wieder die Möglichkeit geboten werden muss, eine Metaebene einzunehmen, um aus dieser Perspektive ihren eigenen Lernprozess zu betrachten und kritisch reflektieren.
Zentrale Aspekte des Lernprozesses können durch (Selbst-) Beobachtung, (Selbst-) Reflexion, Kommunikation und Interaktion bewusstwerden. Mögliche Fragestellungen hierzu sind z.B. Mit welcher "Brille" resp. Wirklichkeitskonstruktion interpretiere ich Aussagen meines Gegenübers? Welche Glaubenssätze sind handlungsleitend in meinem professionellen Handeln? Welche subjektiven Einstellungen und Haltungen prägen mich im Denken, Fühlen und Handeln? Welche Gefühle beeinflussen mich?
Die Lernenden werden eingeführt ins konstruktivistische Lernverständnis und in den verschiedenen Modulen konsequent zur (Selbst-) Reflexion und Beobachtung angeleitet. Die diversen yogischen Techniken (insbesondere Asana, Pranayama und Meditation) schärfen die Wahrnehmung bezüglich eigener Gedanken und Gefühlen und ermöglichen in einem ersten Schritt das Erkennen und in einem zweiten Schritt das allfällige Dekonstruieren von Verhaltensmustern und subjektiven Theorien. Das sind wichtige Voraussetzungen, um sich der eigenen Werte, Normen und Glaubenssätze bewusst zu werden (= Selbstreflexion).
Zugleich ermöglicht die Diskussion beruflicher Situationen im Rahmen der Ausbildung das kritische Hinterfragen des beruflichen Handelns (=Reflexion).
Konkret bedeutet das, dass die Teilnehmenden konsequent angeleitet werden in der systematischen (Selbst-) Reflexion von eigenen beruflichen Situationen oder von Fallbeispielen der Dozierenden.
Dies erfolgt einerseits im Rahmen der einzelnen Unterrichtseinheiten. Ein weiteres Reflexionsgefäss bilden die Praxistandems1: Es formieren sich jeweils zwei Studierende, welche sich über den Ausbildungsverlauf zwischen den einzelnen Modulen regelmässig treffen und sich mindestens einmal in einer Yogastunde gegenseitig hospitieren. In diesem Rahmen können berufliche Fragestellungen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und reflektiert und/oder offene Fragen aus den Modulen bearbeitet werden. Schliesslich sind die individuellen Coachings durch die Dozierenden eine hilfreiche Unterstützung im individuellen Lern- und Erfahrungsprozess3. Im Rahmen der individuellen Coachings erfolgen Standortbestimmung bzgl. der Handlungskompetenzen.
Die systematische Reflexion beruflichen Handelns ausgehend von konkreten beruflichen Situationen ermöglicht nicht nur die Reflexion eigener Werte und Haltungen, sondern ermöglicht vielmehr die Vernetzung verschiedener Ressourcen.
Methodisch-didaktische Prämissen
Die erfolgreiche Entwicklung von Kompetenzen bedingt eine spezifische Methodik-Didaktik, welche nachfolgend ausgeführt wird.
Die Umsetzung des KoRe-Modells bedingt, dass sich der Unterricht an konkreten beruflichen Situationen orientiert (situationsorientierter Unterricht). Fallbeispiele aus der eigenen Praxis sind ein zentraler roter Faden und Steuerungselement für die Kompetenzentwicklung im Ausbildungsverlauf und können von den Teilnehmenden sukzessive angereichert werden mit Erkenntnissen, Theorien, Ressourcen, die sie sich im Verlauf der Ausbildung aneignen. Ferner bringen die Lehrbeauftragten weitere berufliche Situationen ein. Zudem sind die Teilnehmenden aufgefordert, eigene berufliche Situationen einzubringen.
Die fachliche Diskussion dieser Fallbeispiele kann didaktisch variabel gestaltet werden. Neben der Plenumsdiskussion ist insbesondere der Austausch in Gruppen eine wirkungsvolle Methode, so dass alle Teilnehmenden aktiviert werden und sich einbringen können. Ferner eignet sich die Intervision sehr gut, um konkrete Fälle zu bearbeiten (vgl. Kap. 2.3.1).
Eine weitere wichtige methodisch-didaktische Prämisse ist das sogenannte "Sandwich-Prinzip". Damit ist die Grundidee gemeint, dass zwischen Phasen der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten auch Phasen der subjektiven Auseinandersetzung geschoben werden müssen (vgl. Wahl, 2005, , S.31). Damit Lernen erfolgreich sein kann, d.h. neues Wissen oder Fertigkeiten (Ressourcen) sich im konkreten Handeln (Kompetenz) wiederfinden, braucht es zwischen Phasen der Vermittlung von Wissen unbedingt Phasen der subjektiven Auseinandersetzung und Reflexion mit diesem Wissen. Unterricht, der sich am „Sandwich-Prinzip“ orientiert, ist angemessen rhythmisiert, bringt vielfältige Methoden der Erwachsenenbildung zum Tragen, so dass die Teilnehmenden aktiviert werden und Möglichkeiten haben, Gelerntes mit ihren subjektiven Theorien in Einklang zu bringen und anzuknüpfen an bestehenden Wissensbeständen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in der YL-Ausbildung von YOGA VEDA AUSBILDUNGEN die Lernenden ihre beruflichen Handlungskompetenzen entwickeln,
- indem ihnen Ressourcen vermittelt werden, die zu konkreten beruflichen Situationen in Bezug gesetzt werden;
- indem sie durch die systematische Reflexion von Fallbeispielen Inhalte vernetzen, Haltungen kritisch hinterfragen und alternative Handlungsoptionen prüfen;
- indem die Unterrichte nach dem "Sandwich-Prinzip" aufgebaut sind, so dass die Teilnehmenden Gelerntes in Beziehung setzen können zu eigenen Erfahrungen und subjektiven Theorien als Voraussetzung dafür um Kompetenzen (weiter) zu entwickeln;
- indem sie sich ihrer je individuellen Werte, Glaubenssätze und Verhaltensmuster bewusstwerden als Voraussetzung dafür, einen professionellen Habitus zu entwickeln;
- indem sie ihre eigenen Praxissituationen einbringen und in verschiedenen Gefässen (Coachings, Praxistandems) fachlich reflektieren;
- indem sie in ihrem beruflichen Handeln beobachtet werden und ein fachliches Feedback durch Professionelle erhalten (Unterrichtskompetenz);
- indem sie sich konsequent austauschen mit einer Vertrauensperson (Praxistandem).
Grundlage und zentrale Steuerungselemente für die Kompetenzentwicklung sind der situationsorientierte Unterricht und, damit verbunden, die konsequente Orientierung an Fallbeispielen, systematische Selbstreflexion und fachliche Reflexion in vielfältigen Gefässen (u.a. Coachings) sowie die methodisch-didaktische Gestaltung der Unterrichtseinheiten basierend auf dem „Sandwich-Prinzip.“
Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht das konstruktivistische Bildungsverständnis sowie die methodisch-didaktische Prämisse in Form von Advance Organizers: